Computer-History von skm
Alles hat damit begonnen, dass ich von 2003-2005 einen Computer besaß, den ich noch mit meinen Brüdern geteilt habe. Damals kannte ich
mich nicht wirklich gut mit Hardware und Software aus, aber ich begann viele Artikel und Zeitschriften zu lesen und merkte bald, dass der Computer
nicht das leistete, was ich von ihm erwartete (das lag wohl hauptsächlich an der schwachen Geforce 6600 mit 128MB Speicher).
Also begann ich nachzuforschen und tätigte meine ersten beiden Hardwarekäufe.
Die Grafikkarte wurde durch die damals frisch vorgestellte Geforce 7800GTX ersetzt und der enorm laute Intel Boxed Kühler des Intel Pentium IV mit 3,4GHz
Taktfrequenz durch einen flüsterleisen Thermaltake Big Typhoon ersetzt. Damals wusste ich noch nicht wie man Hardware im Computer austauscht, weshalb dies
noch ein Fachmann erledigt hat.



(Von links nach rechts: PC von Innen, Thermaltake Big Typhoon, Geforce 6600, Geforce 7800GTX)
Der Leistungszuwachs war enorm, aber leider war das System nicht so schnell, wie andere Systeme mit dieser Grafikkarte. Ich beschloss mich in meinem ersten
Internetforum anzumelden und erfuhr, dass der Pentium Prozessor die Grafikkarte gnadenlos ausbremst. Auch war das Netzteil viel zuschwach (NoName), weshalb es
immer wieder Abstürze gab. Deshalb begann ich mir Gedanken darüber zu machen, wie ich das System am besten aufrüsten könnte.
Im Forum (
www.grafikkarten.org) lernte ich eine Menge und so begann ich zu erfahren, dass ein Aufrüsten beinahe
unmöglich ist. Für einen neuen Dual Core Prozessor hätte ich ein neues Mainboard, neuen Arbeitsspeicher (der alte war noch DDR1), ein neues Netzteil und
nicht zuletzt ein neues Gehäuse gebraucht. Da das aktuelle ein Mutimedia Mini Tower war. Kurz gesagt, ich hätte bis auf den DVD Brenner und die Festplatte
alles austauschen müssen. Also begann ich über 2 Jahre lang zu sparen und kaufte mir meinen ersten komplett eigenen PC. Dort wollte ich dann schließlich
versuchen, ihn komplett von Hand auf zusammenzubauen, ohne einen Fachmann. Weihnachten 2006 war es dann soweit, 3 riesige Pakete kamen und
ich war um fast 1500€ ärmer. =)
Das System bestand aus einem Intel Core 2 Duo E6600, einer Geforce 8800GTS, 2GB DDR2-800 Ram, einem Asus P5B Deluxe Mainboard, einer WD250GB HDD,
alles schön verpackt in einem Thermaltake Big Armor Gehäuse. Das Gehäuse ist das einzigste was ich davon noch besitze. ;-)






(Obere Reihe, von l nach r: Die Pakete und der Zusammenbau
Untere Reihe von l nach r: das fertige Ergebnis, der Monitor und erste Übertaktungsversuche)
Zum Glück hat mit dem Zusammenbau alles geklappt und ich besaß meinen ersten richtig eigenen PC. Der alte mit dem Pentium IV wanderte in das Zimmer meines
Bruders, wo er heute noch seinen Dienst verrichtet. Es erfolgten zahlreiche kleinere Umbauten, um den Luftstrom zu optimieren. Auch sicherte ich den riesigen
Sythe Ninja Lüfter noch zusätzlich am Gehäuse ab, aus Angst er könnte mir beim Transport des Computers den Computer beschädigen. xD
Nach einiger Zeit begann ich schließlich mit dem Übertakten, wodurch ich irgendwann Grenzen durch die Temperaturen auferlegt bekam. Deshalb musste eine
Wasserkühlung her. Erschwert wurde das ganze durch die primäre Idee am Gehäuse selbst nichts zu verändern, sprich kein Loch in den Gehäusedeckel sägen.
Da mir das Thermaltake Armor Gehäuse unvergleichlich gute Bedingungen bot, kam ich nach einer Weile zu einer recht außergewöhnlichen Idee.
Die Wasserkühlung
Das Thermaltake Armor Gehäuse besitzt vorne 11 3,5“ Laufwerksschächte. Deshalb wanderten die beiden Festplatten nach oben, in dem zweiten Festplattenkäfig
direkt neben dem seitlich eingebauten Netzteil. Der DVD Brenner und das Diskettenlaufwerk landeten in den obersten Laufwerksschächten, so dass nun 9 Schächte
frei waren. Genug Platz für einen 360er Radiator. Dieser wurde nun mit Hilfe von Winkelhaltern fest am Gehäuse verankert. Dazu nutzte ich die bereits
von Thermaltake gebohrten Befestigungslöcher.
Die Pumpe wanderte auf den Boden und der Ausgleichsbehälter direkt an den bereits vorhandenen Gehäusebohrungen, darüber. Damit war die Wasserkühlung
mit ein bisschen Erfindungsgeist und Kreativität eingebaut, ohne das ich am Gehäuse etwas verändern musste.


(Von l nach r: Das fertige Ergebnis. Leider nicht sonderlich gut verkabelt ;-))
Nun stand dem richtigen Übertakten nichts mehr im Wege und ich erzielte ein paar recht akzeptable Ergebnisse. Was nun folgte waren einige Kleinveränderungen,
um verschiedenste Dinge zu optimieren. Die Kabel wurden besser verstaut, so dass ein besserer Luftstrom entstand, eine Soundblaster X-Fi Xtreme Music
wurde eingebaut und die Festplatten nach und nach durch Raptor Festplatten ersetzt, da es mir auf Geschwindigkeit ankommt und nicht auf hunderte von GB Speicher.
Auch platzierte ich einen 12cm Lüfter direkt vor der Grafikkarte, da die damalige Geforce 8800GTS nicht in der Lage war, die heiße Luft in ausreichenden Mengen
hinauszubefördern. Der Lüfter senkte die Temperatur schließlich um grandiose 10°C.



(Von l nach r: X-Fi Soundkarte, 12cm Lüfter vor Grafikkarte, Raptor X HDD, der Festplattenkäfig neben dem Netzteil)
2008 erfolgte dann schließlich noch einmal ein größerer Systemwechsel, um die Leistung zu steigern. Das Asus P5B Deluxe wurde durch ein Gigabyte EX38-DQ6
Mainboard ersetzt, die 2GB OCZ Ram durch 4GB von Crucial Ballistix, der E6600 Prozessor durch einen QX9450 (der heute mit 3,6GHz im 24/7 Modus läuft)
und die Geforce 8800GTS Grafikkarte durch eine Geforce 9800GTX.




(Von l nach r: Aus alt macht neu ;-))
Was nun folgte waren einige kleinere optische Optimierungen. So habe ich ein paar eigene Applets für die Logitech G15 erstellt, die mir nun den
Festplattenspeicher, die Temperaturen verschiedenster Hardware, die FPS in grafischen Anwendungen und die CPU – und Ramauslastung
anzeigen. Auch habe mit einer Eisensäge die obere Platte des Festplattenkäfigs abgesägt, damit man dank dem Sichtfenster der Raptor X Festplatte,
nun diese im laufenden Betrieb beobachten kann. Wie man sich vorstellen kann, hat dies einige Zeit gedauert, da ich nur eine einfache Eisensäge
zur Verfügung hatte und der Festplattenkäfig aus massivem Stahl besteht. Aber ich denke die Arbeit hat sich gelohnt, ist zwar nur ein kleines optisches
Gimmick, aber ein besonderes. =)


(Von l nach r: Der bearbeitete Festplattenkäfig, Raptor X von außen,
LCD der G15)
In letzter Zeit hat sich wieder einiges getan, weshalb ich am besten die Bilder im Profil sprechen lasse. Die gesamten Kabel des Netzteils wurden weiß gesleevt, um so einen einheitlicheren Look zu schaffen. Auch wurden die letzten verbleibenden Lüfter durch welche der Enermax Cluster Serie ersetzt, wodurch nun alles schön weiß leuchtet. :-)
Teilweise wurden diese auch auf 7v gedrosselt, wodurch ich den Computer im Idle Zustand nun endlich als Silent bezeichnen kann. Unter Last stört leider der Referenzlüfter der Grafikkarte, aber dieser wird bis zur neuen Grafikkarte gegen Ende des Jahres nicht ausgetauscht. Zudem habe ich einen Austauschvorgang mit dem Accelero S1 Rev2 aufgegeben.
Auch wurde mein Samsung DVD Brenner gegen ein DVD Laufwerk von LG ausgetauscht, da der Brenner keinerlei Rohlinge mehr gelesen hat. Somit ist auch endlich das breite IDE Kabel verschwunden. :-)
Zudem wurden meine drei Raptor Festplatten verkauft (nochmal ein herzliches Dankeschön an die Käufer), da diese mir zu laut wurden und gegen eine OCZ Vertex SSD, welche als Systemplatte dient, und gegen eine WD Caviar Blue 640 (als Datenplatte) ersetzt.
Ich beräue den Tausch in keinster Weise, da die Geschwindigkeit einfach unglaublich ist. Da kann man schon ansatzweise sehen, welche Entwicklung die Performance von Computersystemen in den nächsten Jahren machen wird, wenn die SSD die gewöhnlichen Festplatten komplett verdrängt haben.
Nach dem ganzen Text, aber wieder ein paar Bilder.^^



(Von links nach rechts: Neue Festplatten, gesleevte Kabel und weiße Led Lüfter)
Nun hat sich wieder einiges getan, um die Lautstärke des Computers zu reduzieren.
Zunächst habe ich eine Scythe Kazer Server Lüftersteuerung gekauft, die sich nun im untersten 5,25" Gehäuseschacht befindet, wo sie am wenigsten von der Wasserkühlung (Radiator) verdeckt. Der Vorteil dieser Lüftersteuerung ist, dass sie die Lüfter vollautomatisch steuert, da man Temperaturgrenzwerte in den Sensoren einspeichern kann, nach denen sich dann die Drehgeschwindigkeit der Lüfter richtet. Dies bedeutet, dass der Computer im Idle Zustand kaum noch zu hören ist, unter Last zwar dann lauter wird, aber immer noch sehr leise arbeitet.
Zur Geräuschreduzierung hat auch das neue BeQuiet Dark Power Pro P7 550W Netzteil beigetragen, welches nahezu geräuschlos arbeitet, eine hohe Effiziens besitzt und durch ein Kabelmanagement aufwarten kann. Damit bin ich nun optimal auf die neue DirectX11 Grafikkartengeneration gerüstet, auf die ich aufrüsten werde, sobald diese verfügbar ist.
Das Netzteil hat aber den Nach/Vorteil, dass es einen 120mm Lüfter besitzt, welcher nun in meinem Gehäuse senkrecht steht. Dadurch musste ich den kleinen Festplattenkäfig entfernen, der sich normalerweise neben dem Netzteil befand, da dieser die Kühlung stark beeinträchtigt hätte. Die WD Festplatte wanderte deshalb in einen freien Gehäuseschacht über der Wasserkühlung und die SSD auf den Gehäuseboden.
Zudem wurde im Zwischenfach über dem Mainboard ein weiterer 120mm Lüfter montiert, der nun dazu beiträgt, dass die erwärmte Luft, die vom Arbeitsspeicher und dem Chipsatz kommt, nach oben hin in den "Dachbereich" des Gehäuses abgeleitet wird. Von dort wird die warme Luft über zwei 92mm Lüfter und das Netzteil nach draußen befördert.



(Von links nach rechts: Lüfter, Radiator, Lüftersteuerung, SSD am Boden)
Zuletzt hat sich wieder einiges getan. Die alte Geforce 9800GTX ist leider kaputt gegangen, weshalb ich bis zum Release der Radeon 5870 noch übergangsweise eine Geforce GTX 260 kaufen musste. Diese befand sich dann doch etwas länger im Computer, da die erste gelieferte Radeon 5870 von ASUS einen Defekt hatte. Erst nach längerer Wartezeit funktionierte die Radeon 5870 von Sapphire schließlich.
Die Wasserkühlung wurde optimiert durch einen neuen Ausgleichsbehälter, einem neuen Pumpendeckel für die Laing (beide mit weißen LED´s beleuchtet) und klarem Wasser, da das vorherige rosa Fertiggemisch von Aquatuning doch etwas merkwürdig aussah...
Das alte Tagan Netzteil wurde durch ein effizienteres von BeQuiet ersetzt und zuletzt wurde XP durch Windows 7 Professional 64bit abgelöst. Der Computer arbeitet nun wesentlich schneller und stabiler, XP hat also endgültig ausgedient. =)
Zusätzlich wurde noch ein 92mm Lüfter über Ram und Chipsatz angebracht wodurch die Temperatur an diesen beiden Punkten um fast 10°C runter ging. Die heiße Luft wird nun schräg nach oben gegen die linke Gehäusewand geblasen, wo sie nun aufsteigt und durch einen 120mm Lüfter in den oberen Gehäusebereich befördert wird, wo sie nicht stört und schließlich über zwei weitere 92mm Lüfter und das Netzteil nach draußen befördert wird (weitere Details entnimmt man bitte dem unteren Bild).
Dieses Kühlungskonzept scheint etwas merkwürdig auszusehen auf den ersten Blick, ist aber das effektivste was ich jemals hatte, da durch den senkrecht montierten 360er Radiator die Frischluftzufuhr etwas behindert wird.
Die Temperaturen sind jetzt selbst mit 7v drehenden Lüftern sehr niedrig und es bleibt viel Luft nach oben für zukünftige HighEnd Hardware und warme Sommertage.



(Von links nach rechts: Grafikkarten, Kühlungskonzept, Festplattensammlung, Arbeitsspeicher)
In letzter Zeit gab es verstärkt Entwicklungen im Bereich Heimkino und weniger am Computer. Am Computer wurde jedeglich die OCZ Vertex 30GB Festplatte gegen eine 128GB Crucial RealSSD ausgetauscht, welche nun an einem SATA3 u. USB3.0 Controller (Asus U3S6) hängt.
Gleichzeitig wurde die X-Fi Xtreme Music Soundkarte gegen das Nachfolgermodell X-Fi Titanium getauscht, welche nun an einem PCIe x1 Slot betrieben wird. Um das Mainboard zu entlasten befinden sich statt 4x1024MB Riegel, nur noch 2x2048MB Riegel im PC, die nun weniger Strom brauchen, gleichzeitig aber einen höheren Takt ermöglichen.
Neben diesen kleineren Entwicklungen wurde zusätzlich ein Heimkinosystem realisiert, bestehend aus einem Sharp Aquos 32LE600 Full LED Monitor mit passendem Blu Ray Player von LG und HD Kabel Receiver von KabelBW. Für den Sound sorgt ein 5.1 Teufel Concept E300 Digital System, zusammen mit dem Teufel Verstärker "Decoderstation 5".

(Von links nach rechts: Regal, Fernseher)
Nun bin ich vor wenigen Tagen auf ein Sandy Bridge System umgestiegen. Gekauft und eingebaut wurden ein Core i7 2600k, Asus P8P67 Deluxe Mainboard, 8GB Corsair Vengeance DDR3-1600 (8-8-8-24)@1,5v Ram und ein Watercool Heatkiller 3.0 Kühler.
Bin mit dem System soweit zufrieden, da es schon unübertaktet deutlich leistungsfähiger ist als mein altes System und zudem kühler ist, weniger Strom verbraucht und auch optisch wesentlich besser aussieht. System bleibt momentan erstmal unübertaktet, bis es von Asus ein besseres Bios gibt, welches keinen An-Aus Bug verursacht. Für die Zukunft gibt es erstmal keine weiteren Aufrüstpläne, da es Geldverschwendung wäre, diese Hardware um die wenigen Prozent an Mehrleistung, die es noch geben mag, aufzurüsten.
Zuletzt hat sich am System nur rein optisch etwas geändert, das Thermaltake Armor Gehäuse wurde gegen ein Silverstone TJ11 Gehäuse ausgetauscht, da es mir rein optisch besser gefällt (innen schwarz lackiert) und auch einige nette Features bietet, wie Platz für eine größere, komplett intern verbaute Wasserkühlung, "Kamineffekt-Kühlung" und eine hochwertige Alluminium Verarbeitung. Der Preis war zwar stattlich, aber ein Lian Li Gehäuse hätte bei einer kompletten Innenlackierung und dem Einbau eines Sichtfensters und eines Radiatorausschnitts einen ähnlichen hohen Preis verschlungen.


(Von links nach rechts: Altes und neues Gehäuse, Außenansicht, Oben mit Abdeckung)
Aber für was braucht man all diese Rechenleistung? Natürlich zum Spielen, Filme schauen, Internet, Musik hören, Bildbearbeitung, aber mit dem Release von
Crysis habe ich eine neues Hobby gefunden. Das Entwickeln eigener 3D-Welten, speziell für Crysis, da die CryEngine 2 und der Sandbox 2 Editor
einfach unschlagbar sind. =) Deshalb gibt es hier einige Beispiele, meiner veröffentlichten Projekte, die man sich frei im Internet runterladen kann:
1.Treasure:
Download:
http://www.crymod.com/filebase.php?fileid=1214
Thread:
http://crysis.4thdimension.info/forum/showthread.php?t=5878
Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=pkTcpmDdFYs










2. Cold Mountain:
Thread:
http://www.crymod.com/thread.php?postid=220603
Download:
http://www.crymod.com/filebase.php?fileid=1719&lim=170











3.The Resort:
Thread: http://www.crymod.com/thread.php?threadid=32190
Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=DGnS3h-udlw&feature=related
Download:
http://www.crymod.com/filebase.php?fileid=2488










4. Petrograd Mod:
Mein aktuelles Projekt, bei dem ich als Level-Designer mitwirke. Dieses Projekt ist noch nicht abgeschlossen, aber dennoch gibt es einige WIP Bilder meiner Arbeit.
Weitere Informationen zu der Mod auf ModDB: http://www.moddb.com/mods/petrograd





Vielen Dank für das Anschauen des Profiles und Glückwunsch an die, die es geschafft haben, alles durchzulesen.
Über Kommentare würde ich mich sehr freuen, bewerte auch zurück ;-)