Das System ist endlich mal wieder eine Eigenkreation. Meine letzten zwei Systeme waren Komplett-PC. Die Systeme waren nicht schlecht, aber mir hat der Spaß gefehtl. Deshalb habe ich mich nun entschieden, mein System wieder selbst zusammen zu stellen.
Im Frühjar 2009 begann ich damit die Komponten auszuwählen (schon das macht mir einen riesen Spaß), das ganze habe ich dann ungefähr 30 mal völlig verworfen und von vorne begonnen. Solange bis ich erstens genug Geld beisammen hatte und zweitens wirklich absolut zufrieden mit meiner Auswahl war.
Jetzt, da alle Komponenten verbaut und Windows aufgesetzt ist, kann ich sagen, es hat sich gelohnt. Kein fertig-PC kann so individuell sein, wie ein Eigenbau-PC.

Natürlich ist das gesamte System hardwaremäßig recht potent (und auch nicht ganz billig) aber am meisten hat mich die SSD beeindruckt. Wenn man sich früher gefragt hat, welche Komponente eigentlich für die Wartezeiten beim Starten von Programmen verantwortlich ist, so kann ich heut sagen, es ist die Festplatte. Das System ist gefühlte zehn mal schneller als ein vergleichbarer PC ohne SSD.
Beim Systemstart z.B. braucht mein BIOS doppelt so lange, als mein Windows zum booten braucht (19 Sekunden von "Windows wird geladen" bis der Desktop benutzbar ist).

Wie bereits im Vorwort erwähnt, habe ich eine kleine Pause gehabt mit dem selbst zusammenstellen der Hardware. Beim letzten Eigenbau war der Speichercontroller noch nicht in der CPU integriert und der passende RAM Riegel schnell gefunden. Diesmal war das alles nicht so einfach. OK, ich dachte mir: "bestellste halt DDR3-1600 von Kingston, wird schon passen!" Naja gepasst hat alles, wurde auch erkannt, lief auch. Bis ich dann den ersten Bluescreen sah und dann den zweiten... Da ich kurz zuvor die Firmware meiner SSD geflasht hatte und deshalb Windows von einem Image wiederherstellen musste, war mir gleich klar, dass da was schief gegangen ist. Also klare Sache, Windows neu aufgesetzt und gut is - oder auch nicht, Bluescreens gab's zwar keine mehr, dafür aber ständige Abstürze von Firefox und Thunderbird, immer dann wenn viele Tabs offen waren und der speicherhungrige Feuerfuchs sich soviel RAM einverleibt hat wie er nur kriegen konnte, dann, ja dann hats geknallt. Interssanterweise hat das Win7 nix ausgemacht, naja zumindest eine Zeit lang, dann kamen nämlich die Bluesrcreens wieder...
Lange Rede, kurzer Sinn - der Speicher war schuld und ich habe gelernt, dass der richtige Speicherstandard und die richtige Taktfrequenz und die richtigen Latenzen noch lange nicht ausreichen um den "richtigen" vom "falschen" Speicher zu unterscheiden. Ganz wichtig ist nämlich heute die richtige Spannung - meine CPU verträgt nicht mehr als 1,65 Volt am Speicher - blöd nur dass die RAM Riegel aber min 1,7 Volt wollen, besser 1,9.
Kurzum: Speicher getauscht -> Kiste rennt!
Also Jungs und Mädels: Augen auf bei der Speicherwahl!
zur Zeit nichts geplant, aber für Vorschläge bin ich immer dankbar!