Zu meiner Person
Ich bin 24 Jahre alt und betreibe eine Website, die eine wachsende Community hat. Seit einem Jahr nun ist sie produktiv online. In dieser Zeit habe ich es mit meinem kleinen aber feinen Team zusammen geschafft, von anfänglich unter 1000 Besuchern pro Monat (Februar 2010) nun mehr als 100.000 Besucher pro Monat (November 2010) auf die Seite zu locken. Es wurden bis dato ausschließlich Kühlungskomponenten, Gehäuse und Netzteile getestet. Das Repartoire wird ausgeweitet, genauso wie das gesamte Angebot für die Leser (Forum, Downloads, etc.)! An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Unterstützern und Lesern bedanken, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Nicht zuletzt denen habe ich es zu verdanken, dass dieses schöne System entstehen durfte! Vielen Dank!
Zuerst entstand eine Idee...
Nach langer Zeit wollte ich endlich wieder einen PC und keine Baustelle haben, die sich bis dato auf einem Benchtable befand. Zwar fehlte es weder an Performance noch optischen Rafinessen, doch da das Reviewschreiben eben auch mehrerer Tests bedarf, muss eben auch schonmal die Hardware immer und immerwieder neu montiert werden. Währenddessen ist das System nicht nutzbar. Daher musste etwas Neues her. Etwas, das besonders meinen Ansprüchen im Bezug auf den Arbeitskomfort entspricht. Besonders viel Leistung für Spiele war nicht gefordert. Lediglich RAM, CPU und der Datenspeicher sollte Performant gestaltet sein, da Bildbearbeitung und flüssiges Arbeiten für mich enorm wichtig ist. Die optische Komponente darf auch nicht zu kurz kommen. Ein Konzept sollte entstehen, als ich mich an das Auswählen der Hardware machte!
Wer die Wahl hat,...
...hat die Qual! Und es stimmt! Das Thema "Zukunftsicherheit" ist schnell und leicht erläutert, aber sich dann final zu entscheiden, ist schwer. Auch, ob nun ein Hexa-Core vom AMD oder i7 von Intel, stand zur Debatte. Glücklicherweise hatte ich bereits einige Hardware vor Ort, die ich nicht mehr in Warenkörbe packen musste, darunter eine HD5850 im Referenzdesign, zwei Samsung F3 mit je 1TB und viele Lüfter und CPU-/ GPU-Kühler. Beim Blick auf das Geld, wäre das System von AMD vernünftiger gewesen, doch die guten Erfahrungen mit Intels Core i7 auf LGA1366-Basis haben mich dazu bewogen, mich für einen i7 950 D0 zu entscheiden. Passend dazu sollten 12GB RAM gefunden werden. Da selbst bei hohem BCLK kleine Teiler verfügbar sind, wurden es 3x4GB Corsair Dominator mit 800MHz, also DDR3-1600 bei CL9. Nun fehlte noch eine Platine, welche auschlaggebend für das Farbkonzept werden sollte. Es wurde (Trommelwirbel) ein ASUS Sabertooth X58. Nicht zuletzt der Preis hat mich überzeugt, auch die stets positiven Reviews und die Tatsache, dass ich das BIOS von anderen Platinen her schon kannte. Die Farbwahl war gefallen. Es sollte ein einfacher "Military-Look" werden, gepaart mit schlichtem schwarz. Das wiederum verursachte die nächsten Grübeleinen - Lüfter, Kühler, Netzteil und Gehäuse - was genau ist das Richtige? Meine Tätigkeit als Tester erlaubte es mir, mich bei den Herstellern umzuhören, und so wurde mit von Enermax ein Revolution85+ mit 1020W gesponsort. Hervorragend. Ein kurzer Lauf an der Chroma offenbahrte bereits bei 10% Last eine Effizienz von über 86% - sehr gut. Lüfter und Kühler kommen von Thermalright. Für die CPU wurde es der Silver Arrow, für die GPU der Shaman. Bei den Lüftern handelt es sich um die TY-140er. Welch Zufall, dass der Rahmen dieser Lüfter farblich in das Konzept passt... Nun fehlte noch das Case - die Komponente, bei der ich am kritischsten sein sollte. Nur ein einziges Gehäuse gefiel mir zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt: LianLi PC-8FIB. Es sollte auch als Glücksgriff herausstellen. Zusätzlich war auch eine SSD von Nöten, daher kam das zurzeit schnellste Modell in Frage, die Crucial Real SSD C300. 64GB sollten für die Speicherung des OS und einiger wichtiger Programme genügen. Unterstützend bestellte ich noch eine zusätzlich Samsung F3 mit 1TB.
Eine kleine Zusammenfassung zu den bisherigen Komponenten gibt einen guten Überblick:
- CPU: Intel Core i7 950 D0
- Mainboard: ASUS Sabertooth X58
- RAM: 3x4GB Corsair Dominator DDR3-1600 CL9
- Grafikkarte: ATI Radeon HD5850
- HDDs: 3x Samsung F3 1TB
- SSD: Crucial Real SSD C300 64GB 2,5"
- Netzteil: Enermax Revolution85+ 1020W
- Case: LianLi PC8-FIB
- CPU-Kühler: Thermaltight Silver-Arrow
- GPU-Kühler: Thermalright Shaman
- Lüfter: Thermalright TY-140
Erste Modding-Maßnahmen
Es beginnt mit dem Mainboard. Dort fanden die ersten Modifizierungen statt. Unter den montierten Kühlern war die Wärmeleitpaste leider nur "draufgeklatscht", wenn diese überhaupt als vorhanden bezeichnet werden kann. Das gründlich säubern der Kontaktfläche übernahm eine kürzlich erworbene Anschaffung meiner Lebensgefährtin - ein Ultraschallbad. Normalerweise reinigt es Schmuck, doch ich missbrauche es ab und an zu Reinigung von Kühlern - sehr praktisch und effektiv! Zum Einsatz kommt hier die Paste von Prolimatech, die PK-1. Sie ist leicht zu verteilen und leistungsfähig. Ist dieser Schritt getan, nahm ich mir nun das Netzteil zur Brust. Dort mussten lediglich die Kabel am Hauptstrang und ein modulares Kabel neu gesleevt werden. In Anbetracht des Neupreises (230€) arbeitete ich gewissenhaft. Das Sleeve wurde bei Nils (MPDC-X) bestellt. Das LianLi-Gehäuse blieb ungemoddet, doch statt in der Front 120er-Lüfter zu verbauen, entschied ich mich für zwei 140er. Die erwähnten TY-140er von Thermalright haben zum Glück Bohrungen für 120er-Lüfter. So passen beide Quirle genua übereinander in die Front. Im Deckel kann ein 140er montiert. Da von Hause aus aber der TY-140 nur 120er-Bohrungen hat, musste ich nachhelfen, indem ich die beim Noctua NF-P14 beiliegenden Montageplättchen für diesen Lüfter benutze. Und schon passt der Lüfter. Leider ließ der Platzbedarf eine Montage des gleichen Modellsim Heck des Cases nicht zu. Daher entschied ich mich für einen anderen leisen Lüfter, der aber nicht zu sehr aus dem Farbkonzept fällt. Noiseblocker Multiframe-Serie schien mir perfekt geeignet, so entschied ich micht für einen M12-PS, welcher mit maximal 1600rpm per PWM-Steuerung dreht. Alle Lüfter werden am Mainboard angeschlossen und auch über dieses geregelt. Der nächste Schritt ist die Modifikation der Grafikkarte. Hier sollte eine leistungsstarke Lösung gefunden werden. Optimal wäre sicher auch der Spitfire gewesen, wie bei früheren Projekten, doch dieser würde es unmöglich machen, einen hohen und somit starken CPU-Kühler zu verwenden. Somit fiel die Wahl auf einen Shaman. Zusätzlich sorgt vorübergehend ein VRM-R3 für die Kaltstellung der Sapnnungswandler. Später folgt ein VRM-R4. Nachteilig am R3 ist, dass er mit dem ausgewählten CPU-Kühler, dem Thermalright Silver Arrow, kollidiert. Der Radiator des R4 steht über dem RAM! So ist eine Montage im oberen PCIe-Slot möglich. Auch wird zeitweilig ein Multiframe mit 1250rpm zur Kühlung der GPU verwendet. Ein weiterer TY-140 wird hier verbaut.
Der Einbau
Am Anfang war das Gehäuse. Wie beschrieben wurden zunächst die Lüfter montiert. In der Front zwei und im Deckel ein Thermalright TY-140. Im Heck nahm ein Multiframe platz. Auch die drei HDDs verbaute ich bereits. Um den Schwerpunkt möglichst weit unten zu halten und dadurch Vibrationen durch das Case zu vermeiden, wurden die Platten möglichst weit unten in den HDD-Käfig gesteckt. Leider können die Datengräber nicht mit nach hinten zeigenden Anschlüssen verbaut werden. So liegen die Anschlüsse im Blickfeld, was ich eigentlich vermeiden wollte. Erst einmal geht es weiter. Bevor das Mainboard in das Case kommt, wird die CPU und darauf der Silver Arrow platziert. I/O-Blende nicht vergessen! Und die Hochzeit ist geglückt. Mit abgenommenem Deckel geht die Arbeit schnell von der Hand. Nun kommt der RAM an die Reihe. Die drei Module sehen wie erwartet richtig toll aus auf dem Board. Das fertiggesleevte Netzteil kann jetzt auch verbaut werden. Alle Kabel passen und sind lang genug. Äußerst praktisch ist, dass nur ein modulares Kabel benötigt wird und zwar für die HHDs / SSD. Schnell noch die schwarzen S-ATA-Kabel angesteckt und bündig verlegt und ... Pause! Nachdem die SSD mittels Wechselrahmen im Gehäuse steckt, probierte ich aus, wie das modulare Kabel an den Datenspeichern wirkt. Ergebnis: Viel zu lange Abstände zwischen den Anschlüssen. Ergo mussten die S-ATA-Anschlüsse neu euf den Kabeln positioniert werden. Nachdem alles vermessen war, wurde auch dieses Kabel gesleevt. Alles passt 1A. Was fehlt noch? Genau - die Grafikkarte. Lange Zeit habe ich den T-Rad GTX auf der HD5850 gehabt. Der musste runter, denn er wirkte optisch nicht sonderlich gut. Also wird der guten Karte ein Shaman von Thermalright spendiert. 8 Heatpipes und ein großzügiger Radiator erlauben die Montage eines 140er-Lüfters. Langsame Drehzahlen sind da vorprogrammiert und somit auch eine erträgliche Geräuschkulisse. VRM-Kühler und RAM-Kühlkörper bleiben an Ort und Stelle, lediglich der Shaman wird draufgeschraubt (WLP-Wechsel inbegriffen). Leider passt der VRM-R3 nicht am Silver Arrow vorbei, weshalb die Karte vorerst im unteren PCIe-Slot ihr Dasein fristet. VRM-R4 wurde bestellt und verbaut. Nun passt sie inkl. schickem Lüfter in den ersten PCIe-Slot. Stromstecker dran und fertig. Wer ein optisches Laufwerk vermisst, der hat gut aufgepasst, denn das wird nicht verbaut, sondern ist extern via. USB angebunden, da ich dieses auch für Benchtable und Laptops nutzen kann - sehr praktisch!
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