Mein einzigartiges Kühlsystem
Als ich darüber nachdachte, was für meinen Rechner das beste Kühlsystem ist, kam ich zu dem Schluss, dass es fünf Kriterien erfüllen müsse.
- absolut lautlos sollte es sein
- dabei aber genug Leistung haben um viel Raum fürs Übertakten zu haben
- mobil zu sein, um den Rechner schnell und unkompliziert an jedem beliebigen Ort in Betrieb nehmen zu können
- Umweltfreundichkeit bzw. so stromsparend wie irgend möglich zu sein war mir auch sehr wichtig
- und natürlich sollte der ganze Spaß nicht viel kosten
Lange hab ich überlegt, recherchiert, getüftelt und ausprobiert. Zeitweise war ich kurz davor aufzugeben und mir eine 0815 Wasserkühlung zu kaufen, aber schließlich nach über 3 Jahren der Entwicklungszeit hab ich es nun doch endlich geschafft.
Vorneweg muss ich jedoch sagen, dass der letzte Punkt, wegen der vieler Fehlversuche letzten Endes nicht mehr wirklich als erfüllt betrachtet werden kann. Grundsätzlich zog ich damals zwei Kühlmethoden in Betracht, zum einen eine passive Luftkühlung und zum zweiten eine Wasserkühlung.
Nach ersten Recherchen und Abschätzungen über die potentielle Kühlleistung entschied ich mich schnell für eine Wasserkühlung, denn so etwas wie den Arctic Cooling S1, oder den Scythe Orochi gab es damals noch nicht.
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Um mein Kühlsystem zu verstehen fange ich am besten bei der Quelle an,
also der Pumpe.

Obwohl ich besser sagen sollte der Pump
en. Die erste ist eine mittlere
Eheim 600, die sich in einem ca. 1,5L fasendem AGB befindet, den ich aus einem Abflussrohr gebaut habe. Der Kenner sieht das es zwei 18mm Rohre sind die aus dem Ausgleichbehälter hinausführen, ganz nach dem Motto
"High Flow statt High Temps". Nun kann man zu recht sagen die dicken 18mm Rohre sind doch für die kleine Eheim 600 überdimensioniert, aber der Grund für die "riesen Rohre" befindet sich hinter dem seltsam anmutenden Faserhaufen. Hierhinter befindet sich nämlich eine genau eingepasste
OCZ Hydro Pulse 800. Diese Pumpe wird nur eingeschaltet, wenn es Sommer ist und die Zimmertemperatur jenseits der 25°C liegt, oder bei extrem OC versuchen, anderen Falls ist sie einfach zu laut. Warum diese Pumpe dann auch nötig ist wird zu einem späteren Zeitpunkt klar.
Damit auch von der Eheim 600 nichts zu hören ist wird das Ganze noch mit alten Kissen und Decken abgedeckt.

Also das Wasser kommt aus dem orangenen AGB und fließt durch die OCZ 800 (wahlweise beschleunigt). Von hier aus tritt es den Weg zum Rechner durch ein 6m langes 15mm Rohr an. Kurz vor dem Rechner kommt ein Y-Stück, damit das Wasser durch
2x2 Schnellkupplungen fließen kann, ganz getreu dem "
High Flow statt High Temps" Motto.
Das Wasser kommt erwärmt wieder heraus, was im Rechner passiert sei jetzt erst einmal dahingestellt.
Es geht nun darum wie das Wasser seine eben erworbene Wärme wieder los wird. Dies geschiet wieder 6m weiter in dem Raum der rechts auf dem Bild zusehen ist. Wer jetzt denkt "das ist doch sein Klo", der hat vollkommen recht denn unter den schwarzen Boden Fliesen befinden sich 60m Plasterohr, die als
Fußbodenheizung fungieren, die von der Abwärme meines Rechners gespeist wird. So brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn mein Rechner mal länger an ist als eigentlich nötig, denn die Energie wird zu einem Großteil wieder verwendet. Der einzige Nachteil ist, dass morgens der Fußboden kalt ist.
(aber daran arbeite ich momentan noch)

Nun würde aber die Wassertemperatur nie unter der Badezimmertemperatur liegen, die immerhin 3°C über der Raumtemperatur liegt. Um nun auch die letzten Reserven aus dem System zu holen steht nun noch ein zweiter Heizkörper hinter dem Rechner(Bild links unten). Dieser besteht aus einem einfachen 40€
Heizkörper aus dem Baumarkt, durch den ich neun 1,25m lange Kupferroher geschoben habe durch die das Wasser fließt und seine Wärme an den Heizkörper und dann an die Luft abgibt. Somit erziele ich eine
Rücklauftemperatur von 20°C bzw. Raumtemperatur.
Wenn das Wasser letztendlich wieder den AGB erreicht, hat es so eine Strecke von ziemlich genau 100m zurückgelegt.
Nun wird auch klar, dass bei einer so langen Strecke eine Pumpe mit nur 0,13 Bar Druck die vom Hersteller angegeben 600 L/h nicht einmal ansatzweise schaffen kann, da der Leitungswiederstand trotz der 15-17mm Durchmesser einfach zu groß ist. Da muss dann die 0,4 Bar starke OCZ 800 schon mal etwas unterstützen.
Bau meines GPU-Kühlers
Step.1-> Demontage des Originalkühlers
Keine große sache, daher auch keiner weiteren Worte würdig.
Step.2-> VRAM-Kühler
Hierfür werden erst drei Kupferplatten so aufeinander gelötet, dass der so entstehende Block genau auf den fünf Mosfets und die jeweiligen Spulen aufliegt, ohne dabei ein Kurzschluss zu verursachen. Auf den Block wird noch ein Kupferrohr gelötet und fertig ist der Spawa-Kühler.
Die Schwierigkeit hierbei lag in der Bauhöhe des Kühlers,daher konnte die Methode zufor wie beim VRAM-Kühler nicht angewantwerden.
Step.3-> Spannungswandler-Kühler

Hierfür werden erst drei Kupferplatten so aufeinander gelötet, dass der so entstehende Block genau auf den fünf Mosfets und die jeweiligen Spulen aufliegt, ohne dabei ein Kurzschluss zu verursachen. Auf den Block wird noch ein Kupferrohr gelötet und fertig ist der Spawa-Kühler.
Die Schwierigkeit hierbei lag in der Bauhöhe des Kühlers, daher konnte die Methode zufor wie beim VRAM-Kühler nicht angewantwerden.
Step.4-> Chip-Kühler
Zur Anfertigung des Chip-Kühlers habe ich ein S1 kühler als Basis genommen.
Nun hab ich einer der Vier Headpips geöffnet und diese mit meinen Schläuchen verbunden.
(das hört sich leicht an, ist aber ein sehr kniflige angelegenheit, da an der einen Seite kaum
etwas von der Pipe übersteht, das man bearbeiten könnte)
Nach ersten testläufen war ich mit dem so erziehlten Ergebnis nicht ganz zufrieden, weshalb ich
mich dazu entschloss einen Kühlkörper zubauen, der auf die Enden der beiden längeren Pieps passt.
Damit ist die Kühlung auch starkgenug um mit einem V-Mod nicht überfordert zu sein.
Step.5-> Zusatz Chip-Kühler
Dieser Kühler wird wieder nach der Kasten-Methode angefertigt und passt
genau auf die Enden der beiden rechten Heatpips, welche dadurch wiederum
gekühlt werden.